Der Geschäftsführer der Mitan Marina: „Wir wollen, dass unsere neue Halle ein Lagerraum für das gesamte Wassergebiet ist“
Wenn man sich nicht auf dem Meer ausbreiten kann, gibt es keine andere Wahl, als sich an Land auszubreiten. So formuliert es Tomislav Salopek, der Geschäftsführer der Mitan Marina, einem für den öffentlichen Verkehr geöffneten Hafen, der sich an der Ausfahrt von Novi Vinodolski befindet. Die Mitan Marina wird, nämlich, bald der erste kroatische Bootsanlegeplatz mit der gleichen Anzahl von Plätzen (Liegeplätzen) im Meer wie an Land – jeweils 160 – beziehungsweise insgesamt 320.
- Wir können uns nicht zum Meer ausbreiten, weil wir diesen brutalen 180-Meter-Wellenbrecher am Ausgang haben, und wenn wir unser Geschäft stärken wollen, dann muss es an Land sein – so legt der Geschäftsführer Salopek seinen den Plan dar.
Und die Landpläne sind auch schon eingezeichnet: Zunächst wird Mitan Marina im Industriegebiet von Novi Vinodolski bis Herbst eine neue Halle bauen, eine 330 Quadratmeter große Bootslagerfläche, direkt neben der alten Halle. Damit, erklärt der Geschäftsführer, erreichen sie eine Gesamtkapazität von 160 Schiffen, welche aus dem Meer gezogen, mit einem Schlepper verbunden und unter dem Dach gelagert werden können. Zweitens, sie planen, neben den sechs Zimmern, in welchen sie jetzt Unterkunft bieten, direkt am Meer, weitere sechs neue Ferienwohnungen mit einer Größe von ca. 55 Quadratmetern zu bauen und einen betonierten Strand einzurichten. Der Geschäftsführer sagt, dass die Zimmer bisher halb voll belegt waren, beziehungsweise, die Hälfte der Gäste kam aus der Marina, die andere Hälfte von außen.
Aus der Marina in Novi kommen wir zur Moruskva-Bucht, wo sich Mitan befindet. Vor fünf Jahren, trotz Zweifel, baute der Investor, ansonsten ein Ölgeschäftsmann, Vanja Špiljak, hier eine Marina, der zu Recht den Spitznamen „Festung von Mitan“ trägt. Wie üblich werden wir von jungen und agilen Säemännern auf dem Hafenkai begrüßt, darunter der 23-jährige Renato, der hier seit drei Jahren arbeitet. Die Tradition und das Markenzeichen von Mitan ist das Anbinden des Hecks mit den Marine-Seilen vom Hersteller Liros. Renato wirft sie hinüber und bindet sie blitzschnell, springt dann an Bord, prüft die Verankerungsketten, Strom, Wasser, fragt: „Ist alles in Ordnung?“. – Wunderbar! – Falls Sie noch etwas brauchen, wissen Sie, wo Sie uns finden…
Anschließend empfängt uns der Geschäftsführer Tomislav Salopek. Er sagt, dass im Gegensatz zum letzten Jahr alle Einrichtungen in der Marina geöffnet sind, und die Familie Rakar, die dort das Restaurant Marengo betreibt – in Novi Vinodolski besser bekannt als Svemir, Svemir und Svemir (Vater, Sohn und Enkel, alle Gastgeber) – arbeiten mit Vollgas: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, feine Fischküche, aber auch Fast Food, Hamburger, Pizzen, Desserts. Es mangelt nicht an Angeboten. Mit dem Geschäftsführer Salopek vereinbaren wir einen Rundgang durch die Neuheiten: die alten und neuen Hallen zur Lagerung von Schiffen, welche sie an Land und ebenso auf Meer stark machen. Beide befinden sich im Industriegebiet von Novi Vinodolski, zehn Minuten mit dem Auto vom Mitan Marina entfernt.

- OUnsere Anstrengung ist, dass dies ein Lager für Schiffe für das gesamte Wassergebiet ist, von Kraljevica, Jadranovo, Crikvenica, Povile. Niemand sonst hat so viel Platz – erzählt uns der Geschäftsführer während der Fahrt.
Wir kommen zur blauen Lagerhalle, 300 Quadratmeter groß, auf ca. 10 Tausend Quadratmeter eingezäuntem Gelände, wo bereits ca. 80 Boote für die Überwinterung vorbereitet werden. Es ist eine alte Halle. Ein ungerechter Name, in Anbetracht dessen, dass es vor ein paar Jahren gebaut wurde. Alles ist von einem hohen Zaun umgeben, von Olivenbäumen umringt, und das lange Tor des Zauns öffnet sich erst nach Eingabe des richtigen Codes in die Fernbedienung. Die Deponie der Wasserfahrzeuge, so heißt es offiziell, weist der Geschäftsführer Salopek darauf hin.
- Wir sprechen hier nicht von einer Trockenmarina, die z.B. sanitäre Anlagen haben muss, sondern von einem Abstellplatz, welcher der Aufbewahrung von Schiffen dient, und muss eine Sprinkleranlage, Videoüberwachung haben, muss eine eigene Werkstatt haben und eingezäunt sein… – erklärt der Geschäftsführer Salopek den Unterschied.

Gleich daneben entsteht ein neuer freigeräumter Platz in gleicher Größe, wo die Vorarbeiten für die neue Halle bereits erledigt sind, man wartet noch auf die Baugenehmigung, und bis Herbst wird ein neuer 330 Quadratmeter großer Lagerraum für 80 Boote dort entstehen. Angesichts der Tatsache, dass die neue Halle, welche etwas größer als die Bestehende sein sollte, weniger Innensäulen haben (die Boote werden besser passen), komplett in Kroatien hergestellt, in grauer, blauer und weißer Farbe, und mit einer neuen Werkstatt und zwei neue Angestellte, das können wir noch nicht überprüfen, der Geschäftsführer Salopek hat uns in die alte hineingelassen.
